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| Begriff des Monats: Open Innovation |
| Geschrieben von Ralf Pulz | |
| Montag, 19.10.2009 | |
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Was ist …. Open Innovation? Open Innovation gehört heute zu den Erfolgsfaktoren modernen Innovationsmanagements. Kaum eine Innovationsveranstaltung, in welcher nicht über erfolgreiche Praxisbeispiele für Open Innovation aus den unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen berichtet wird. Dabei handelt es sich weniger um eine konkrete Innovationsmethode als vielmehr um eine besondere Innovationskultur: Unternehmen öffnen sich systematisch ihrer Umwelt gegenüber und beziehen diese aktiv in den Innovationsprozess ein. Diese Öffnung kann mit unterschiedlichen Zielsetzungen erfolgen. Mehr und bessere Ideen Externe Partner, wie Händler, Lieferanten oder Kunden, werden regelmäßig und aktiv in den Innovationsprozess eingebunden oder sogar über bestimmte Community Plattformen technisch vernetzt. Das Konzept der Kundeneinbindung ist allgemein als Voice-of-Customer bekannt und recht gut eingeführt. Innovativen, trendführenden Kunden kommt dabei besondere Bedeutung zu, da von ihnen oft frühe und wegweisende Ideen in Richtung neuer Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle ausgehen (Lead-User Konzept). Bahnbrechende Ideen und Problemlösungen Ideen aus dem eigenen Branchenumfeld reichen oft nicht aus, um zu wirklich bahnbrechenden, neuen Ideen zu kommen, den so genannten radikalen Innovationen. Hier empfiehlt es sich, „über den Tellerrand hinaus zu schauen“ und andere, teils entfernte, Branchen zu betrachten. Das Prinzip findet als Cross-Industry-Innovation oder Cross Innovation immer mehr Verbreitung. Eine neue Dienstleistung führt das Spezialwissen aus unterschiedlichen Branchen zusammen und generiert in Form des Innovation Broker ein gänzlich neues Berufsfeld. Ein anderer übergreifender Ansatz – das Lernen von der Natur – wird bereits seit Menschengedenken praktisch umgesetzt und heute in der Bionik als eigenständige Disziplin ausgebaut. Mehr Ressourcen und Know-how Viele Unternehmen verfügen nicht über die erforderlichen Ressourcen oder benötigen spezielles Know-how, um Innovationen zu entwickeln. Sie arbeiten deshalb mit einer Vielzahl von Institutionen zusammen, wie Universitäten, privaten Forschungsinstituten oder traditionellen externen Dienstleistern, wie Ingenieurbüros. Inzwischen hat sich eine eigenständige Dienstleistungsindustrie entwickelt, welche im Kundenauftrag innovative Ideen und Lösungsansätze generiert – Internet-Plattformen, wie www.ninesigma.com, www.yourencore.com und www.innocentive.com stehen hierfür nur als Beispiel. Mehr Durchsetzungskraft im Markt Innovative Produkte auf Basis neuer, innovativer Technologien können oft nur gemeinsam – in enger und frühzeitiger Kooperation aller Wertschöpfungspartner – realisiert und im Markt durchgesetzt werden. Zu denken ist hier besonders an die Bereiche IT, Telekommunikation, Multimedia oder Automotive. Aus strategischer Sicht ist dabei sogar die Kooperation mit direkten Wettbewerbern sinnvoll bzw. erforderlich, um z.B. gemeinsame Industriestandards durchzusetzen. |