Deutschland sucht Sprunginnovationen

Unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) wurde im März diesen Jahres eine Gründungkommission für den Aufbau einer Agentur für Sprunginnovationen (SprinD) berufen. Die 12-köpfige Kommission sucht nun nach einem geeigneten Geschäftsführer und Standort für die Agentur.

Ziel der Agentur ist es, disruptive Innovationen gezielt zu fördern. Mit diesen sollen „hochinnovative Produkte, Prozesse und Dienstleistungen entstehen, mit denen neue Hochtechnologiefelder, Märkte, Branchen und auch neue Geschäftsmodelle für die deutsche Wirtschaft erschlossen werden. Hierdurch sollen neue Wertschöpfungen in Deutschland ermöglicht und ein großer gesellschaftlicher Nutzen erzielt werden“ (aus der Pressemitteilung des BMBF vom 13. März 2019). 

Im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur Agenturgründung wird vom BMBF der Pilotinnovationswettbewerb „Energieeffizientes KI-System“ gefördert. Dabei geht es um die Entwicklung energieeffizienter Hardware für KI-Systeme. So soll deren Verbreitung in möglichst vielen Anwendungsgebieten beschleunigt werden. Das Programm richtet sich an Hochschulen und öffentliche Forschungseinrichtungen. Es ist geplant, mehrere solcher Innovationswettbewerbe durchzuführen, um Ansätze für weitere Initiativen für disruptive Innovationen zu finden.

Es wird spannend sein, den weiteren Verlauf dieser Initiativen zu verfolgen. Undeutlich ist bislang, welchen Einfluss die Aktivitäten von SprinD auf die Innovationstätigkeit von Unternehmen haben werden, und wie die Akteursgruppen miteinander verzahnt werden.